BEGRIFFSERKLÄRUNGEN

Begriffserklärungen

Sexuelle Gewalt und/oder sexueller Missbrauch?

Die Bezeichnung „sexueller Missbrauch“ wird häufig durch den Begriff „sexuelle Gewalt“ ersetzt, um deutlich zu machen, dass es sich um Gewalt handelt, die mit sexuellen Mitteln ausgeübt wird. Dabei werden Betroffene gezwungen oder erpresst, Dinge zu tun, um eine andere Person (sexuell) zu befriedigen.

Das Gesetz listet die Straftat unter dem Begriff „sexueller Missbrauch“ auf. Auch die Begriffe „sexuelle Nötigung“, „sexueller Übergriff“ und/oder „Vergewaltigung“ werden im Strafgesetzbuch aufgeführt und stehen ebenfalls für Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Unter §176 Strafgesetzbuch wird sexueller Missbrauch an Kindern und unter § 182 Strafgesetzbuch wird sexueller Missbrauch an Jugendlichen gesondert geregelt.

So viele Begriffe können für dich natürlich verwirrend sein, du kannst dir aber immer merken: Jeder dieser Begriffe bedeutet, dass es sich hierbei um eine Tat handelt, die gegen den eigenen Willen vorgenommen wird oder der jemand aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Wir verwenden den Begriff „sexueller Missbrauch“.

Was ist eine Grenzverletzung?

Eine sexuelle Grenzverletzung stellt jedes sexuell geprägte Verhalten dar, das nicht erwünscht ist und als respektlos oder als übergriffig empfunden wird. Dies kann z.B. eine alltägliche „Anmache“ (herabsetzendes, anzügliches Reden über körperliche Merkmale, Aussehen, Kleidung bzw. unerwünschte „Komplimente“) sein oder Kommentare über das Aussehen. Das gleiche gilt für unerwünschte Einladungen oder Annäherungen, frauen-/ männerfeindliche Sprache und das Zuschreibung von Geschlechterstereotypen. Das Zeigen und sichtbare Anbringen von pornografischen Darstellungen, anzügliche Witze mit diskriminierendem/ sexistischem Inhalt sowie aufgedrängte Küsse und Berührungen gehören auch dazu.

Online Beratung

Schreib uns