Wenn dein Freund suchtkranke Eltern hat, kannst du ihm helfen!

Wenn du das Gefühl hast, dass die Mutter oder der Vater deines Freundes zuviel trinken oder Drogen nehmen, ist es wichtig, dass du für ihn da bist und ihn unterstützt. Dein Freund hat vielleicht das Gefühl, dass er Schuld an der Sucht seiner Eltern hat oder fragt sich, wie er seinen Eltern helfen kann. Vielleicht stellen seine Eltern auch Bedingungen auf: Sagen z.B., dass das betroffene Elternteil aufhört zu trinken, wenn er mal bessere Noten nach Hause bringen würde. Aber das stimmt nicht! Dein Freund trägt keine Verantwortung für die Sucht seiner Eltern und er kann die Situation zu Hause auch nicht kontrollieren oder seine Eltern heilen.
Dein Freund kann sich aber Unterstützung suchen, denn er hat ein Recht darauf, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hier findest du Adressen und Telefonnummern von Beratungsstellen, die für deinen Freund gerne da sind! Biete deinem Freund doch an, ihn zu begleiten oder beim Telefonat dabei zu sein, falls er sich alleine nicht traut. Oder mach ihn auf unsere Seite und unsere Onlineberatung aufmerksam.

Was kannst du noch tun?

Als Freund kannst du ihm zuhören, wenn er jemanden zum Reden braucht. Du kannst ihm das Gefühl geben, für ihn da zu sein, wenn er Probleme hat. Außerdem kannst du mit ihm zusammen überlegen, wer ihm noch weiter helfen könnte.
Lade ihn doch zu Dir nach Hause ein. Vielleicht um Hausaufgaben zu machen, gemeinsam Spaß zu haben oder damit er einfach mal entspannen und von seinen Sorgen abschalten kann.
Vielleicht kannst du ihn auch dazu motivieren, seine Freizeit schöner zu gestalten und zu genießen. Du kannst ihm helfen, das Richtige zu finden, zum Beispiel einen Sportverein oder eine Schul-AG.
Ihr könntet euch gemeinsam mehr über das Thema Sucht informieren, zum Beispiel in der Schul- oder der öffentlichen Bibliothek. Denn mehr darüber zu wissen, kann einem helfen, besser mit den ganzen Problemen klar zu kommen.